Die Küche des „Landgasthof Keller“ in Lippertsreute war für Patrik Heller das erstrebte Ziel: „Ich wollte hier arbeiten, die Philosophie der Küche hatte es mir angetan.“ Patrik Heller kennt sich in der Branche aus. Er war als Souschef in vielen guten Küchen. Vor einem Jahr suchte er eine neue Stelle, seither arbeitet er mit dem Küchenchef Markus Keller, in seinem Landgasthof, auf den gleichen Posten. Catrin Abeln und Vera Wozny arbeiten den beiden Slow-Food-Köchen zu. Markus Keller ist froh, mit Patrik Heller einen Sous-Chef gefunden zu haben, der seine Anstrengungen teilt: Die Liebe zu regionalen Lebensmitteln, Kochen ohne fremde Zusätze und die Achtung von Lebensmitteln nach den Regeln von Slow-Food. Patrik Heller: „Viele reden davon, aber hier in der Küche im „Landgasthof Keller“ wird auch tatsächlich danach gehandelt!“
Einen besseren Zeugen gibt es kaum. Da kommt ein junger Koch und sucht eine neue Stelle, doch seine Bedingung ist: „Ich will nach den Grundsätzen von Slow-Food arbeiten.“
Der „Landgasthof Keller“ in Lippertsreute steht für die Slow-Food-Ziele. Der Küchenchef Markus Keller ist mit dem Linzgau verbunden, und ist immer auf der Suche nach authentischen Lebensmitteln aus der Region. Er streift durch die Wälder des Linzgaus und sucht Bärlauch, Pilze oder andere Kräuter; er widmet sich alten Rezepten und tüftelt kreativ an ihrer neuen Auslegung; oder er pflanzt eigene, alte Kartoffelsorten an, um deren Geschmacksvielfalt zu erhalten.
Patrik Heller hatte schnell erkannt, dass er bei Markus Keller noch viel lernen kann. Aber auch Markus Keller hat als Küchenchef von dem jungen Koch, nach seiner Wanderzeit, durch mehrere Küchen, profitiert. Neue Ideen motivieren Markus Keller immer, sie umzusetzen. Und auch Patrik Heller hat sich schnell auf die Geschmackslinie seines Chefs eingelassen. Heute wechseln sich die beiden auf den Fleisch- und Fischposten ab. Vor allem bei den Saucen, da muss in einer Küche ein Geschmack gelten.
Catrin Abeln arbeitet den beiden zu. Sie ist gelernte Hauswirtschafterin und weiß sehr wohl, wie die Gerichte aussehen müssen, damit sie dem Küchenchef gefallen. Die Beilagen, sowie die Salate und Kaltplatten hat sie à la minute mit dem Fisch oder Fleisch der beiden Köche zusammenzuführen.
„Und“, sagt Markus Keller, „jeden Sonntagmorgen serviert sie den wohl besten Zopf des gesamten Linzgaus!“ Denn Catrin Abeln ist die Bäckerin im Landgasthof Keller. „Es soll Gäste geben, die übernachten nur wegen des legendären Hefezopfs bei uns“, lacht der Chef.
„Hier ist es wirklich einfach Klasse!“, bilanziert Patrik Heller nach einem Jahr in der Küche bei Markus Keller und weiß: „Der Chef ist authentisch, und seine Küche ebenso.“
Landgasthof Keller
Markus Keller
Riedweg 2
88662 Überlingen-Lippertsreute
Tel. 07553 / 82729 0
Fax 07553 / 82729 101
E-Mail: info@landgasthofbrauereikeller.de
www.landgasthofbrauereikeller.de
Die Klassiker der Karte gehören zur Pflicht eines Landgasthofes und stehen auf der Stammkarte. Kotelett, Haxen oder Kalbsleber zeigen aber schon hier, wohin die Reise geht. Denn auf der Tageskarte hat Markus Keller besondere schmackhafte Überraschungen aus dem Kochbuch der Linzgauer Landküche. Dabei sind frische Innereien eine Spezialität des Kochs. Hier beweist er seine schöpferischen Leistungen. Er führt den alten Rezepten frische Kräuter und auch mal exotische Gewürze zu.
Der Fisch wird fangfrisch aus dem See geliefert, Forellen oder Saiblinge kommen aus dem Hinterland.
Vollkornpfannkuchen mit frischem Gemüse, oder bei den Desserts Weizenschrotcreme mit roter Grütze lassen Slow-Food-Herzen höher schlagen.
Lage Wer mit dem Auto von Überlingen nach Lippersreute fährt biegt, gleich nach dem Ortseingang, gegenüber von einer Tankstelle, links in die ausgeschildert Einfahrt ein. – Nicht zu verfehlen.
Küchen-Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 14 Uhr und ab 17 Uhr
Ruhetag Montag und Dienstag
Preise tagesfrische Gerichte von 8 bis 18 Euro
Reservierung vor allem an Wochenenden empfohlen
Kreditkarten, EC-Card
Parkplatz vor dem Haus
Garten 70 Plätze unter einem großen Kastanienbaum mit Blick ins Salemer Tal und zum Schloß Heiligenberg.
Auszeichnungen
Slow food-Mitglied