Rudi Öxle ist der Senior in seiner Küche und der Senior der Linzgau-Köche. Doch der Kerl macht manch Jungen noch was vor. Sein Sous-Chef, Uwe Boy, eine ganze Generation jünger, staunt täglich: „Er ist der erste morgens in der Küche und abends macht er das Licht aus! – Der Mann hat eine Kondition, da will ich gar nicht mithalten.“ Rudi Öxle lacht: „Man muss nur Spaß bei der Arbeit haben“, sagt er und verschweigt seinen Ehrgeiz nicht. Denn Rudi Öxle will in erster Linie, dass die Gäste seine Küche lieben. Stolz bilanziert er: „80 Prozent sind Stammgäste, die aus dem „Schwäbischen“ und aus „Übersee“ – Konstanz und der Schweiz kommen!“
Uwe Boy ist dieses Jahr, seit genau 20 Jahren bei Rudi Öxle in der Küche. Er kam 1989, nach dem Fall der Mauer, direkt zu ihm. Damals kochte Öxle noch im Adler in Ittendorf. Für Uwe Boy, der seine Lehre in der DDR absolvierte, tat sich eine neue Welt auf: „Ich bin bei Rudi nochmals in die Lehre gegangen“, gibt er unumwunden zu, „die Arbeitsweise in unserer Küche hier kann man mit der, in der ehemaligen DDR, nicht vergleichen.“
Rudi Öxle hat sich als ein Küchenchef der alten Garde eine Brigade aufgebaut, die klein und effizient große Banketts mit feinsten Gerichten bekochen kann. Jeder weiß auf seinem Posten, was er zu tun hat. Allen voran Uwe Boy, die rechte Hand Öxles in der Küche. „Nach zwanzig Jahren zusammen kochen wir Hand in Hand und verstehen uns blind und ohne Worte“, sagen beide wie aus einem Mund.
Der zweite Koch der Crew, Daniel Wrona, hat bei den beiden im „Schwanenstüble“ zunächst ein Praktikum absolviert, dann ging er bei ihnen in die Lehre und heute steht er bei ihnen auf seinem Posten im 7. Jahr. Und auch Timo Pietsch gehört schon seit drei Jahren zum festen Küchenteam um Rudi Öxle.
Wer einen Blick in die Küche des Schwanenstüble wirft, versteht die Faszination des Küchenlebens, die Bill Buford in seinem Bestseller „Hitze“ beschreibt. Jeder der vier weißbeschürzten Männer arbeitet unerlässlich und konzertiert an seiner Arbeitsfläche oder am Herd. Hand in Hand werden die Pfannen und Teller gereicht, bis Rudi Öxle am Pass das Gesamtwerk für die Gäste frei gibt. „Das macht doch Spaß, das ist mein Leben“, lacht Rudi auch bei rappelvollem Lokal und freut sich, dass seine Küche flutscht.
Manchmal steht auch Uwe Boy mit seinem Chef schon ganz früh auf. Dann gehen die beiden zum Angeln. An der Lauchert hat Rudi Öxle seine Fischereipacht. Er ist ein passionierter Angler, wohl der einzige Freizeitausgleich, der dem umtriebigen Koch bleibt. Uwe Boy freut sich auch auf das Angelvergnügen, aber noch mehr auf die Fischgerichte danach: „Die sind dann echt turbo-frisch“, sagt er, „morgens von uns selbst gefangen und mittags in der Pfanne.“ – Überhaupt, das ist der Grund, warum er schon so lange bei Rudi Öxle in der Küche kocht: „Nicht nur, weil er ein dufter Kerl ist, sondern, weil man hier immer nur mit echt frischen Lebensmitteln arbeitet – wo gibt´s denn noch so was?“
Restaurant Schwanenstüble
Rudi Öxle
Marktplatz 3
88677 Markdorf
Tel. 07544 / 913882
Fax 07544 / 913885
E-Mail: info@schwanenstueble.de
www.schwanenstueble.de
Selbst auf der Tageskarte bietet Rudi Öxle eine Vielfalt von Suppen an. Weitere Vorspeisen verraten, dass Rudi Öxle sehr wohl weiß, dass gerade Damen heute kalorienarm speisen wollen: Viele kleinere Fischleckereien mit Salat stehen im Angebot.
Das reichhaltige Speiseangebot kommt jeder Geschmacksrichtung entgegen, wobei Innereien wie Kalbsnierle- und bries sowie Leber ein richtiges „Revival“ erleben.
Trotzdem ist alles, was man sich in einem Landgasthaus wünschen kann immer frisch im Angebot. Fisch aus dem Bodensee oder auch Meeresfisch, steht täglich auf der Karte.
„Öxle´s Extras“ könnte man seine Wildangebote nennen. Fast kein Tag ohne Reh, oder je nach Lieferung seiner Jäger Wildschwein und andere Wildbretspezialitäten.
Lage Das Restaurant „Schwanenstüble“ ist inmitten von Markdorf leicht zu finden. Einfach immer Richtung Marktplatz..
Küchen-Öffnungszeiten Donnerstag bis Dienstag von 9 bis 14 Uhr
und von 17 bis 24 Uhr
Ruhetag Mittwoch
Preise tagesfrische Gerichte zwischen 6,50 und 15 Euro.
Reservierungspflicht nein
Kreditkarten Visa, Master, EC-Card
Parkplatz Parken vor dem Haus auf dem Marktplatz und dahinter
Garten 60 Sitzplätze auf einer Terrasse direkt am Marktplatz mitten im „Schtädtle“